Studie: Studentisches Wohnen wird immer teurer:

Der Studentenwohnreport 2019 vom Finanzbetrieb MLP in Zusammenarbeit mit dem Institut der deutschen Wirtschaft untersucht die Wohnraumsituation und die Mietpreise im Bereich Studentisches Wohnen in 30 deutschen Universitätsstädten. Die Ergebnisse der Studie weisen nicht nur einen großen Wohnraummangel von Studentenwohnungen auf, sondern auch einen schnelleren Anstieg von Mietpreisen im Vergleich zum Gesamtmarkt. Noch nie waren die Mietpreise für Studentenwohnungen so hoch wie aktuell.

Während sich jedes Jahr immer mehr Studenten akkreditieren, stagniert die Anzahl der Wohnheimplätze und des Nettoeinkommens der Studenten. Durchschnittlich 900 Euro verdient ein Student für seinen Lebensunterhalt, während er beispielsweise in München für seine Studentenwohnung knapp 720 Euro Miete zahlen muss. Die Studie zeigt, dass die Mietpreise für eine 1995 erbaute Musterwohnung von etwa 30 Quadratmetern mit normaler Ausstattung innerhalb eines Jahres um 4,6 Prozent gestiegen sind. Im Gesamtdurchschnitt aller deutschen Städte zahlen Studenten 403 Euro für eine Studentenwohnung.

Einer der Gründe für die hohen Mietpreise liegt darin, dass nicht nur Studenten auf der Suche nach zentral gelegenen und kleinen Wohnungen sind, sondern auch Pendler, Senioren und Erwerbstätige. Auch die Preise für WG-Zimmer steigen kontinuierlich an. So reicht der im Wintersemester 2019/2020 erhöhte Bafög-Wohnungszuschlag auf den Höchstsatz von 325 Euro im Monat auch nicht aus, um das Studentenleben bestreiten zu können. In zwei Dritteln der untersuchten Städte kann von dem Bafög-Satz noch nicht einmal die Miete einer durchschnittlichen Wohnung bezahlt werden.

Quelle: MLP
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